Diese Norm definiert ein spezifisches Prüfverfahren zur Bestimmung der vertikalen Ausbreitung einer Einzelbrandflamme an einzelnen isolierten Drähten oder Kabeln unter definierten Bedingungen. Das Verfahren konzentriert sich auf einen vorkonfigurierten Flammevorhang mit einer Wärmeleistung von 1 kW und dient der Bewertung der entzündungsfähigen Eigenschaften von Kabelmaterialien in Brandereignissen. Durch die Anwendung eines einheitlichen Testprogramms ermöglichen die darin festgelegten Kriterien einen reproduzierbaren Vergleich des Verhaltens verschiedener Kabeltypen bei einem vertikalen Brandereignis. Die Prüfungsanordnung umfasst eine genaue Positionierung der zu testenden Probe in vertikaler Lage sowie die Definition der Brennergeometrie und der Gaszufuhr. Ziel ist es, festzustellen, wie weit sich die Flamme entlang der Isolierung ausbreitet, ohne dass die Probe während des Testablaufs selbstständig entzündet oder weiterbrennt. Diese Methode wird in der Kabelherstellung und -prüfung genutzt, um die Brandeigenschaften von Materialien zu charakterisieren, wobei spezifische Grenzwerte für die Flammenausbreitung festgelegt werden. Die vorgestellten Parameter stellen sicher, dass die Ergebnisse unabhängig von lokalen Gegebenheiten konsistent sind und als technische Referenz für die Klassifizierung von Kabeln in bestimmten Anwendungen dienen können.
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